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Japanische Gehölze im Baumgarten (Arboretum)


Bäume und Sträucher des Tübinger Arboretums sind nach ihren Verwandtschaften, also systematisch, geordnet. Es sind überwiegend Gehölze aus der nördlich gemäßigten Zone angepflanzt. Um die Arten aus Japan kennen zu lernen, führen wir Sie auf einen Rundgang, der eine repräsentative Auswahl an japanischen Gehölzen zeigt.

Broussonetia Magnolia Akebia Sinomenium Albizia Wisteria Acer Orixa Phellodendron Rhus Coriaria Celastrus Euonymus Hovenia Cornus Diospyros Pterostyrax Aesculus Kalopanax Aralia Acanthopanax Acanthopanax Callicarpa Clerodendrum Koelreuteria Forsythia Ligustrum Chionanthus Actinidia Catalpa Paulownia Weigela Viburnum Lonicera Thujopsis Chamaecyparis Prunus Cephalotaxus Spiraea Stephanandra Physocarpus Kerria Pinus Picea Ginkgo Betula Berberis Cercidiphyllum Salix

1. Broussonetia, Papiermaulbeerbaum


Der Papiermaulbeerbaum, Broussonetia papyrifera, kajinoki, Image , ist ein sommergrüner Baum mit Milchsaft, einfachen oder gelappten, wechselständigen Blättern und eingeschlechtigen, zweihäusigen Blüten. Er gehört zu den Maulbeerbaumgewächsen, Moraceae.

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2. Magnolia


Unter den japanischen Magnolien ist die buschige, in Kultur kaum über 3 m hoch wachsende Sternmagnolie, Magnolia stellata, shidekuren, Image , ein besonders geschätztes Ziergehölz. Die Art stammt von der Ise Halbinsel östlich von Nagoya in Mittel-Honshu. Je nach der Witterung im Spätwinter können sich die ersten Blüten schon im März öffnen. Leider erfrieren sie nicht selten durch Spätfröste. Sie ist mit der deutlich kräftiger wachsenden Magnolia kobus, kobushi, Image , und der Weidenblättrigen Magnolie, Magnolia salicifolia, tamushiba, Image , nächst verwandt.

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3. Akebia


Akebien sind überwiegend sommergrüne Lianen mit fingerigen, wechselständigen Blättern deren Einzelblättchen gestielt sind. Sowohl die dreigliedrigen Blüten wie die vielsamigen Beerenfrüchte sind sehr ungewöhnlich. Die zu den Fingerfruchtgewächsen, Lardizabalaceae, gehörenden Pflanzen wurden mit ihrem japanischen Namen, akebi, Image , benannt. Im engen Sinne wird dieser Name in Japan für Akebia quinata (Houtt.) Decne., die fünfzählige (Zahl der Blättchen pro Blatt) Akebie verwendet. Diese Liane kommt von Mittelchina über Korea bis Japan vor. Die Dreiblättrige Akebia, Akebia trifoliata (Thunb.) Koidz. (lobata), ist ebenfalls von China bis Japan verbreitet. Im japanischen Namen kommt die Zahl der Blättchen pro Blatt zum Ausdruck, mitsubaakebi, Image .

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4. Sinomenium


Sinomenium ist mit einer Lianenart, Sinomenium acutum (Thunb.) Rhed. & Wils., ôtsuzuzurafuji, Image , von Japan bis Mittelchina verbreitet. Die Art hat einfache bis gelappte Blätter und getrennt geschlechtige Blüten. Sie gehört zu den Mondsamengewächsen, Menispermaceae.

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5. Albizia, Schirmakazie


Schirmakazien, Albizia, sind mit über 100 Arten in den Tropen und Subtropen der Alten Welt verbreitet. Die sehr raschwüchsigen, sommergrünen Bäume und Sträucher mit doppelt gefiederten Blättern, Blüten in Köpfchen oder bürstenförmigen Blütenständen und riemenförmigen Hülsen, werden in frostfreien Gegenden als Zier- und Schattengehölze verwendet. Die Gattung der Mimosengewächse, Mimosaceae, ist nach dem italienischen Naturforscher Filippo degl'Albizzi (18. Jh.) benannt. Die von Abessinien über Süd- und Ostasien bis Japan vokrommende Albizia julibrissin Durazz., wird in Japan nemunoki,Image , genannt.

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6. Wisteria


Die sommergrünen, holzigen Lianen der Gattung Wisteria, Glycine sind mit 10 Arten in Ostsien und Nordamerika beheimatet. Wisterien haben unpaarig gefiederte, wechselständige Blätter und hängende, vielblütige Trauben mit purpur, blauen, rosa oder weißen Blüten. Hülsen springen im folgenden Jahr bei Trockenheit mit Wucht auf. Die großen, durch Wistarin giftigen Samen werden dadurch weit weggeschleudert. Die prachtvollen Schmetterlingsblütler (Fabaceae) sind nach dem Anatomen an der University of Pennsylvania, Caspar Wistar (1761-1818) benannt worden. In Japan kommt die reichblütige Glycine, Wisteria floribunda (Willd.) DC., fuji, Image , vor.

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7. Acer, Ahorn


Ahorne, Acer, sind in der nördlich gemäßigten Zone, in Südostasien und Indonesien mit etwa 150 Arten verbreitet. Es sind meist sommergrüne, ausnahmsweise immergrüne Bäume, seltener Sträucher mit gegenständiger Beblätterung, deren Blattspreitenform zumeist arttypisch ist. Mehrere Ahorne werden als beliebte Ziergehölze verwendet. In Ostasien und Japan sind zahlreiche Ahornarten beheimatet, u.a.:

  • Acer buergerianum Miq., Dreizahnahorn, tôkaede, Image
  • Acer capillipes Maxim., Roter Schlangenhautahorn, hosoekaede, Image
  • Acer carpinifolium Sieb. & Zucc., Hainbuchenahorn, Image
  • Acer cissifolium (Sieb. & Zucc.) K.Koch, mitsudekaede, Image
  • Acer crataegifolium Sieb. & Zucc., urikaede, Image
  • Acer diabolicum Bl., kajikaede, Image
  • Acer ginnala Maxim., Amurahorn, karakogikaede, Image
  • Acer japonicum Thunb., hautchiwakaede, Image
  • Acer maximowiczianum Miq. (nikoense), megusurinoki, Image
  • Acer miyabei Maxim., kurobiitaya, Image
  • Acer palmatum L., Fächerahorn, irohamomiji, Image
  • Acer rufinerve Sieb. & Zucc., urihadakaede, Image
  • Acer shirawasanum Koidz., ôitayameigetsu, Image
  • Acer sieboldianum Miq., kohautchiwakaede, Image

8. Orixa


Carl Peter Thunberg hat 1784 ein Kleingehölz der Rautengewächse, Rutaceae, beschrieben, Orixa japonica, kokusagi. Es ist ein laubwerfender, dornloser Strauch mit aromatischen Blättern und Zweigen. Die blattachselständigen Trauben tragen eingeschlechtige Blüten, die zweihäusig verteilt sind. Die Art wird in Ostasien als Zier- und Heckengehölz verwendet.

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8. Phellodendron, Korkbäume

Korkbäume, Phellodendron, sind sommergrüne, aromatische Bäume der Rautengewächse, Rutaceae, zumeist mit dicker und korkiger Borke (Name: Griech. phellos - Kork, dendron - Baum) und fiedrigen, gegenständigen, durchscheinend drüsig-punktierten Blättern. Die kleinen, zweihäusig verteilten Blüten stehen in terminalen Rispen. Einige Arten werden als Ziergehölze verwendet. Von den 10 ostasiatischen Korkbäumen kommen mehrere in Japan vor:

  • Phellodendron amurense Rupr., kihada, Image
  • Phellodendron japonicum Maxim.,
  • Phellodendron lavallei Dode,
  • Phellodendron sachalinense (F.Schmidt) Sarg., hirohanokihada, Image

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9. Rhus, Sumach, Essigbaum


In den gemäßigten Zonen und Subtropen kommen ca. 250 Rhus-Arten aus der Sumachfamilie, Anacardiaceae, vor. Es sind immer- und sommergrüne Bäume und Sträucher mit meist unpaarig gefiederten, wechselständigen Blättern und kleinen überwiegend eingeschlechtigen, zweihäusig verteilten Blüten in end- und blattachselständigen Rispen oder Trauben, die Steinfrüchte ausbilden. Mehrere Arten werden als Ziergehölze verwendet. In Japan sind mehrere Arten heimisch, darunter

  • Rhus chinensis Mill., Gallensumach, nurude, Image
  • Rhus succedanea L., Talgsumach, hazenoki, Image
  • Rhus sylvestris Sieb. & Zucc., yamahaze, Image

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10. Coriaria, Gerberstrauch


Es gibt 10 Arten der Gattung Gerberstrauch, Coriaria, die von Nordafrika über Südeuropa, den Himalaja nach Ostasien, Neuguinea, Neuseeland, Mittel- und Südamerika verbreitet sind. Coriaria, deren Blätter einfach, ganzrandig, gegenständig sind hat kleine, radiäre, zwittrige oder eingeschlechtige Blüten. Es ist die einzige Gattung der Gerberstrauchgewächse, Coriariaceae. Der Name ist vom Lateinischen (corium - Fell, Haut, Leder) abgeleitet und bezieht sich auf die Verwertung einiger Arten für die Gerberei. Der japanische Gerberstrauch, Coriaria japonica Gray, wird von den Japanern dokuutsugi, Image , genannt.

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11. Celastrus, Baumwürger


Der rundblättrige Baumwürger, Celastrus orbiculatus, tsuruumemodoki,Image , wurde von Thunberg aus Japan beschrieben. Baumwürger sind meist sommergrüne Sträucher und Lianen, mit einfachen, wechselständigen Blättern, kleinen, zwittrigen und eingeschlechtigen Blüten und Samen mit roten Arilli, die als Kletterzierflanzen verwendet werden. Sie kommen mit etwa 30 Arten in Ost- und Südasien, Madagaskar und Amerika vor.

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12. Euonymus, Pfaffenhütchen, Spindelstrauch


In Japan sind Arten der Gattung Pfaffenhütchen, Spindelstrauch, Euonymus, reichlich vertreten, z.B.

  • Euonymus alatus (Thunb.) Sieb., Flügelspindelstrauch, nishikigi, Image
  • Euonymus fortunei (Turcz.) Hand.-Mazz., tsurumasaki, Image
  • Euonymus japonicus L.f., masaki, Image
  • Euonymus oxyphyllus Miq., tsuribana, Image
  • Euonymus planipes (Koehne) Koehne, ôtsuribana, Image

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Kultursorten.

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12. Hovenia, Rosinenbaum

Auch der Rosinenbaum, Hovenia dulcis, kenpônashi, Image der zu den Kreuzdorngewächsen, Rhamnaceae, gehört, wurde von Thunberg, aus Japan beschrieben. Der sommergrüne Baum mit einfachen, wechselständigen Blättern hat winzige Blüten und dreifächerige Beerenfrüchte. Er wurde nach einem Senator aus Amsterdam, David ten Hoven, benannt.

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13. Cornus, Hartriegel, Kornelkirsche


Hartriegel, Cornus, sind sommergrüne Sträucher und Bäume mit einfachen, ganzrandigen, meist gegenständigen, selten wechselständigen Blättern. Blüten sind klein, vierzählig, in Trugdolden; sie liefern Steinfrüchte. Hartriegel sind wichtige Ziergehölze, die häufig angepflanzt werden. In Japan kommen mehrere Arten vor, z.B.

  • Cornus controversa Hemsl., Pagodenhartriegel, mizuki, Image
  • Cornus kousa Hance, yamabôshi, Image
  • Cornus officinalis Sieb. & Zucc., sanshuyu, Image

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14. Diospyros, Kakipflaume


Die Gattung Dattelpflaume, Diospyros, ist mit annähernd 500 Arten in den Tropen und Subtropen verbreitet. Es sind Bäume und Sträucher mit hartem Holz, einfachen, lederigen Blättern und kleinen, eingeschlechtigen, blattachselständigen Blüten. Die Kelche vergrößern sich nach der Blüte und zur Fruchtzeit haben sie zurückgeschlagene Kelchzipfel. In den großen Beerenfrüchten entwickeln sich seitlich zusammengedrückte, große Samen. Die Früchte mehrerer Arten werden als Obst verwendet (Name: Griech. dios - Gott, pyros - Korn), so auch die Kakipflaume, Diospyros kaki L.f., kakinoki, Image , deren Wildform auf Japanisch, yamakaki, BergkakiImage , heißt. Die Lotuspflaume, Diospyros lotus L., wird mamegaki, Image , genannt.

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15. Pterostyrax, Flügelstorax


Siebold und Zuccarini haben die Gattung Pterostyrax, Flügelstorax, aus Japan beschrieben. Die vier von Japan bis Burma verbreiteten Arten sind Bäume und Sträucher mit einfachen, gezähnten, wechselständigen Blättern und glockigen, fünfzähligen, weißen Blüten. Die Steinfrüchte sind gerippt oder geflügelt (Name: Griech. pterón - Flügel, Styrax). Die beiden japanischen Arten sind Pterostyrax corymbosa Sieb. & Zucc., asagara, Image , und Pterostyrax hispida Sieb. & Zucc., ôbaasagara, Image .

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16. Aesculus, Roßkastanie


Roßkastanien, Aesculus, kommen mit 13 Arten von Südosteuropa über den Himalaja nach Ostasien, Japan und Nordamerika vor. Es sind Bäume und größere Sträucher mit gegenständigen, palmaten Blättern, auffälligen, rispigen Blütenständen und großsamigen Früchten. Arten und Hybriden sind wichtige Ziergehölze. In Japan kommt die Japanische Rosskastanie, Aesculus turbinata Bl., tochinoki, Image , vor.

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17. Kalopanax, Baumaralie


Die Baumaralie, Kalopanax (Name: Griech. kalos - schön, Panakeia, Tochter des Asklepios) ist ein sommergrüner Baum oder größerer Strauch mit unangenehm riechendem, ziemlich hartem Holz, dicken Ästen und breitstacheligen Trieben. Die Blätter sind handförmig gelappt und gezähnt. Blütenstandsrispen sind aus Dolden zusammengesetzt, die vier- bis fünfzählige Blüten tragen und schwarze, kugelige, zweifächerige und zweisamige Früchte entwickeln. Die Gattung enthält eine Art, Kalopanax septemlobus (Thunb.) Koidz. (pictus), Baumaralie, harigiri, Image .

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17. Aralia, Fingeraralie, Stachelaralie, Stachelpanax

Aralien sind laubwerfende Sträucher, kleine Bäume und auch Stauden mit oft bedornten und markreichen Sprossen, ein- bis mehrfach gefiederten Blättern und Blütenstandsdolden, die zu Rispen und Trugdolden zusammengesetzt sind. Sie sind mit ca. 35 Arten in Nordamerika und Asien sowie mit einer Art in Australien verbreitet. Die Hohe Aralie, Aralia elata (Miq.) Seem., taranoki, Image , ist ein bis 5 m hoher, wenig verzweigter, sparriger Strauch, der von Ostsibirien über die Mandschurei und Korea bis Japan verbreitet ist und häufig als Ziergehölz gepflanzt wird. Dagegen ist die von Thunberg beschriebene Herzaralie, Aralia cordata Thunb. (edulis), udo, Image , eine in Japan vorkommende Hochstaude.

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17. Acanthopanax, Fingeraralie, Stachelaralie, Stachelpanax

Mit ca. 50 Arten ist die die Gattung Acanthopanax vom Himalaja über Südost- und Ostasien bis Japan verbreitet. Die wenig verzweigten, sommergrünen Sträucher oder kleinen Bäume haben drei- bis siebenzählige, wechselständige Blätter und Dolden, die zu rispigen Gesamtinfloreszenzen zusammengefasst sind. Einige Fingeraralien werden als Ziersträucher verwendet. In Japan ist die Gattung Acanthopanax mit mehreren Arten vertreten, darunter auch die Sperrige Fingeraralie, Acanthopanax divaricatus (Sieb. & Zucc.) Seem., keyamaukogi, Image .

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18. Callicarpa, Liebesperlenstrauch, Schönfrucht


In den Tropen und Subtropen Asiens, Australiens und Amerikas kommen ca. 40 Arten der Gattung Callicarpa L., Liebesperlenstrauch, Schönfrucht, vor. Es sind immer- oder sommergrüne Sträucher und Bäume mit gegenständigen Blättern und kleinen Blüten in achselständigen Blütenständen, sowie mit auffällig gefärbten Steinfrüchten (Name: Griech. kallós - Schönheit, karpós - Frucht). Sie werden als Ziersträucher verwendet, aber nur wenige Arten sind frosthart. Thunberg hat Callicarpa japonica, Japanischer Liebesperlenstrauch, murasakishikibu, Image , 1784 beschrieben. Der weiche Liebesperlenstrauch, Callicarpa mollis, Image , wurde Siebold und Zuccarini aufgestellt.

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18. Clerodendrum, Losbaum

Laubwerfende Bäume, Sträucher und Lianen mit einfachen und gegenständigen Blättern der Tropen und Subtropen, besonders der alten Welt, sind die Losbäume, Clerodendrum (Clerodendron, Name: Griech. kléros - Schicksal, déndron – Baum). Ihre röhrigen Blüten duften und bleibende und aufgeblasene Kelche und werden daher häufig als Ziergehölze der warmen Gebiete gepflanzt. Der in China, Taiwan und Südjapan vorkommende, dreiteilig verzweigte Losbaum, Clerodendrum trichotomum wurde 1780 von Thunberg beschrieben. Die Art ist im blühenden und fruchtenden Zustand ein attraktives Ziergehölz. Die Japaner nennen diese Pflanze kusagi, Image .

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19. Koelreuteria, Blasenbaum


Die sieben Arten der Gattung Blasenbaum, Koelreuteria, kommen von Ostasien bis zu den Fijinseln vor. Es sind laubwerfende Bäume mit Fiederblättern, großen Blütenrispen und kleinen, gelben Blüten, deren Fruchtknoten sich zu aufgeblasenen Kapseln (Name!) mit 3-4 schwarzen Samen entwickeln. Die zu den Seifenbaumgewächsen, Sapindaceae, zählende Gattung ist nach dem deutschen Botaniker in Tübingen und Karlsruhe, Joseph Gottlieb Koelreuter (1733-1806), benannt. Der rispige Seifenbaum, Koelreuteria paniculata Laxm., mokugenji, Image , der von Nordchina über Korea bis Japan verbreitet ist, wird häufig als Zierbaum gepflanzt.

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20. Forsythia, Goldflieder


Forsythien, Goldflieder, sind von Südosteuropa bis Ostasien mit 8 Arten verbreitet. In Japan und China kommt der hängende Goldflieder, Forsythia suspensa, vor, der bereits 1780 von Thunberg als Liguster beschrieben wurde. Heute wird dieser Frühjahrsblüher Forsythia suspensa (Thunb.) Vahl, rengyô, Image , genannt.

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20. Ligustrum, Liguster

In Nordafrika und Europa gibt es eine Ligusterart. Etwa 50 verschiedene Liguster, Ligustrum, sind in Ost- und Südasien zuhause. Ihr Gesamtvorkommen weitet sich noch bis Australien aus. Liguster sind immer- und sommergrüne Sträucher oder kleine Bäume mit einfachen, ganzrandigen und kurz gestielten Blättern, kleinen, weißen, zwittrigen Blüten in auffälligen Rispen und meist schwarzen, schwach giftigen Beerenfrüchten. Die zu den Ölbaumgewächsen, Oleaceae, gehörende Gattung enthält wichtige Ziergehölze, darunter mehrere japanische Arten, z.B.

  • Ligustrum japonicum Thunb., nezumimochi, Image
  • Ligustrum lucidum Ait.f., Glänzender Liguster, tônezumimochi, Image
  • Ligustrum obtusifolium Sieb. & Zucc., ibotanoki, Image
  • Ligustrum ovalifolium Hassk., obaibota, Image
  • Ligustrum tschonoskii Decne., miyamaibota, Image

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20. Chionanthus, Schneeflockenstrauch

Die zu den Ölbaumgewächsen, Oleaceae, zählenden zwei Chionanthus-Arten sind sommergrüne Sträucher und kleine Bäume mit ganzrandigen Blättern, weißen (Griech. chión - Schnee, ánthos – Blüte), eingeschlechtigen und zweihäusig verteilten Blüten in reich verzweigten, endständigen Rispen. Die Kronblätter sind sehr schmal und nur basal verwachsen. Es werden schwarze Steinfrüchte gebildet. Schneeflockensträucher sind sehr auffällige Ziergehölze. In Korea und Japan kommt Chionanthus retusus Lindl. & Paxt., hitotsubatago, Image , vor, im östlichen Nordamerika Chionanthus virginicus L.

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21. Actinidia, Kiwi, Strahlengriffel


In Ostasien kommen annähernd 40 Kiwiarten, auch Strahlengriffel, Actinidia, genannt, vor. Es sind sommergrüne Lianen mit einfachen Blättern, zahlreichen Staubblättern pro Blüte, vielstrahligen, spreizenden Griffeln (Name: Griech. aktis - Strahlen) und vielsamigen Beeren. Als Nutz- und Ziergehölze sind Kiwis heute in warmgemäßigten und subtropischen Gebieten weit verbreitet. Siebold und Zuccarini haben bereits zwei Kiwiarten aus Japan beschrieben, die nach heutiger Benennung Actinidia arguta (Sieb. & Zucc.) Planch., sarunashi, Image , und Actinidia polygama (Sieb. & Zucc.) Maxim., matatabi, Image , heißen. Maximowicz und Ruprecht fanden Actinidia kolomikta (Maxim. & Rupr.) Maxim., miyamamatatabi, Image , als neue Art.

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22. Catalpa, Trompetenbaum


Trompetenbäume, Gehölze der gleichnamigen Familie, Bignoniaceae, sind mit vier Arten in der Karibik, zwei im südöstlichen Nordamerika und vier weitern in Ostasien verbreitet. Es sind sommer- und immergrüne Bäume mit grossen, einfachen oder dreilappigen, gegenständigen oder quirligen Blättern und endständigen, großrispigen bis traubigen Blütenständen. Die langröhrigen Kronen sind zweilippig, weiß bis rosa oder hellgelb gefärbt. Auch noch im folgenden Jahr sind die lang röhrenförmigen, zweiklappigen, vielsamigen, über den Winter am Baum hängen bleibenden Kapseln sehr auffällig. Es lohnt sich, auf die flachen Samen mit jeweils zwei Haarbüscheln zu achten. Die häufig gepflanzten, im Sommer blühenden Zierbäume wurden mit einem indianischen Volksnamen der Cherokee benannt. Bignonia ovata G.Don, Eiblättriger Trompetenbaum, kisasage, Image stammt aus China, wird aber seit alters her in Japan als Zierbaum gepflanzt.

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23. Paulownia, Japanischer Kaiserbaum


Kiri, Image der Japanische Kaiserbaum, Paulownia tomentosa (Thunb.) Steud., ist ein prachtvoller, bedingt winterharter Zierbaum, der in China beheimatet ist, aber seit altersher in Japan kultiviert wird. Er fällt durch seine herzförmigen Blätter und die großen Rachenblüten auf, die vor oder mit den Blättern gebildet werden. Auch die aufrechten Fruchtstände mit den kugeligen Kapseln verleihen dem Kaiserbaum ein unverwechselbares Aussehen im Winter. Carl Peter Thunberg hatte den Baum als Bignonia tomentosa bereits 1784 beschrieben. Siebold und Zuccarini haben dann die Gattung Paulownia eingeführt, die nach der holländischen Prinzessin Anna Paulowna (1795-1865), Tochter des Zaren Paul I., benannt ist.

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24. Weigela, Weigelie


Die Gattung Weigela wurde von Carl Peter Thunberg aus Japan beschrieben und nach dem Greifswalder Botaniker Christian Ehrenfried von Weigel (1748-1831) benannt. In Ostasien sind 10 Weigela-Arten bekannt. Es sind sommergrüne Sträucher mit einfachen, gesägten, und gestielten Blättern. Die weißen bis roten Blüten haben zygomorphe, röhren- bis trichterförmige Kronen, die Staubblätter einschließend. Weigelien sind wichtige Ziergehölze, die früher zu den Heckenkirschengewächsen, Caprifoliaceae, jetzt Diervillaceae gestellt wurden. In Japan kommen mehrere Arten vor, darunter:

  • Weigela coraensis Thunb. (amabilis, grandiflora), hakoneutsugi, Image
  • Weigela floribunda (Sieb. & Zucc.) K.Koch, yabuutsugi, Image
  • Weigela florida (Bunge) A.DC., ôbeniutsugi, Image
  • Weigela middendorffiana (Trautv. & C.A.Mey.) K.Koch, ukonutsugi, Image

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24. Viburnum, Schneeball

Die Gattung Schneeball, Viburnum, ist in Japan mit mehreren Arten vertreten. Carl Peter Thunberg hat bereits den gefüllten japanischen Schneeball, Viburnum plicatum Thunb., beschrieben. Dieser Strauch wird in Japan ôdemari, Image , genannt. Im Gegensatz zur typischen Ausprägung mit kugeligen Blütenständen hat die Varietät tomentosum, yabudemari, Image , flach ausgebreitete Infloreszenzen. Daneben kommen in der japanischen Flora weitere Schneeballarten vor, z.B.:

  • Viburnum carlesii Hemsl., chôjigamazumi, Image
  • Viburnum wrightii Miq., miyamagamazumi, Image

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24. Lonicera, Geißblatt, Heckenkirsche

Heckenkirschen, Geißblattarten, Lonicera, sind in der nördlich gemäßigten Zone mit etwa 200 Arten verbreitet. Sie wurden von Carl von Linné nach dem deutschen Arzt Adam Lonitzer (1528-86) benannt. Unter den Heckenkirschen gibt es sommer- bis immergrüne Sträucher und rechtswindende Lianen mit meist einfachen und ganzrandigen Blättern. Die Blüten der Sträucher stehen zu zweien achselständig und verwachsen oft mit ihren Fruchtknoten. Dagegen sind die Blüten der Lianen in sechs-blütigen Quirlen, zu dreien achselständig sitzend, angeordnet. Bereits 1784 hat Carl Peter Thunberg die halb-immergrüne Japanische Heckenkirsche, Lonicera japonica, eine Liane aus Japan, die über Korea bis China und in die Manschurei verbreitet ist, beschrieben. In der Zierpflanzenabteilung benutzen wir den Schlinger zur Begrünung der Begrenzungsmauer. Die Japaner nennen die Art suikazura , Image . Weitere japanische Arten sind u.a.:

  • Lonicera gracilipes Miq., uguisukagura, Image
  • Lonicera maackii (Rupr.) Maxim, hanahyôtanboku, Image
  • Lonicera morrowii A.Gray, hyôtanboku, Image

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25. Thujopsis, Hiba-Lebensbaum


Von der Gattung Hiba-Lebensbaum, Thujopsis, gibt es nur eine Art, Thujopsis dolabrata, asunaro, Image , die in Japan von Nord-Honshu bis Hokkaido vorkommt und die von Siebold und Zuccarini beschrieben wurde.

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25. Chamaecyparis, Scheinzypressen

Scheinzypressen, Chamaecyparis, (Griech. chamai - auf der Erde, kypárissos – Zypresse), sind immergrüne Zypressengewächse, Cupressaceae, mit giftigen Terpenen. Die schuppenförmigen, gegenständigen Blätter stehen an rundlichen Zweigen. Männliche und weibliche Blüten befinden sich auf der gleichen Pflanze (einhäusig). Die holzigen, kaum aufklappenden, kugeligen Fruchtzapfen entwickeln zwei Samen pro Schuppe. In Japan kommen zwei Scheinzypressen-Arten vor, die beide von Siebold & Zuccarini in ihrer „Flora Japonica“ erstmals in der Gattung Retinispora beschrieben wurden: Chamaecyparis obtusa (Sieb. & Zucc.) Endl., japanisch hinoki, Image , genannt, kommt von Japan bis Taiwan vor. Chamaecyparis pisifera (Sieb. & Zucc.) Endl., japanisch sawara, Image , ist ein Baum von Honshu. Die Gattung enthält wichtige Ziersorten und Zuchtformen, wie die Sawara-Scheinzypressen, die von Siebold nach Europa gebracht wurden: "Squarrosa" (1843) und "Plumosa Flavescens" (~1866).

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26. Cephalotaxus, Kopfeibe


Von den 7 bekannten Kopfeibengewächsen, Cephalotaxaceae, kommt in Japan nur Cephalotaxus harringtoniana (FORB.) K.Koch, var. drupacea (Sieb. & Zucc.) Koidz., inugaya, Image , vor

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27. Spiraea, Spierstrauch


Spiersträucher sind in der nördlich gemäßigten Zone bis Mexiko mit ca. 100 sommergrünen Sträuchern mit einfachen, gesägten, gezähnten oder gelappten und gestielten Blättern verbreitet. Die kleinen, überwiegend weißen, aber auch rötlichen, meist fünfzähligen Blüten stehen in dichten Rispen, Schirmrispen, Schirmtrauben oder Dolden. Die Kapseln sind oft gedreht, worauf der aus dem Griechischen hergeleitete Name, speira - Winde, Windung, Bezug nimmt. Spiraeen sind wichtige und weit verbreitete Ziersträucher mit vielen Hybriden und Kulturformen. Spiersträucher gehören zu den Rosengewächsen, Rosaceae. In Japan gibt es zahlreiche Arten, darunter:

  • Spiraea betulifolia Pall., marubashimotsuke, Image
  • Spiraea cantoniensis Lour., kodemari, Image
  • Spiraea chamaedryfolia L. (flexuosa, ulmifolia), aitsushimotsuke, Image
  • Spiraea japonica L.f., shimotsuke, Image
  • Spiraea nipponica Maxim., iwashimotsuke, Image
  • Spiraea thunbergii Sieb., yukiyanagi, Image
  • Spiraea tosaensis Yatabe, tosashimotsuke, Image

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27. Stephanandra, Kranzspiere

Siebold und Zuccarini haben sommergrüne Sträucher mit meist gelappten, wechselständigen Blättern und kleinen, weißen Blüten in endständigen Doldentrauben oder Rispen als Stephanandra aus Japan beschrieben. Der Name bezieht sich auf 10-20 ausdauernde Staubblätter (Griech. stéphanos - Kranz, anér, andrós - Mann). Von den vier aus Ostasien bekannten Arten dieser Rosengewächse, Rosaceae, werden einige gelegentlich als Ziersträucher verwendet. Aus Japan sind zwei Arten bekannt:

  • Stephanandra incisa (Thunb.) Zab., kogomeutsugi, Image
  • Stephanandra tanakae (Franch. & Sav.) Franch. & Sav., kanautsugi, Image

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27. Physocarpus, Blasenspiere

Blasenspieren, Physocarpus, sind sommergrüne Sträucher mit meist dreilappigen, wechselständigen Blättern mit großen aber hinfälligen Nebenblättern. Blüten haben breit-becherige Blütenböden und stehen in Doldentrauben. Es werden meist 5 Balgfrüchte (Name: Griech. physa - Blase, karpos - Frucht) gebildet. Blasenspieren werden als Ziersträucher verwendet. Aus Nordamerika sind 10 Arten bekannt. Der in Nordostasien beheimatete Physocarpus amurensis (Maxim.) Maxim., temarishimotsuke, Image , kommt auch in Japan vor.

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27. Kerria, Goldröschen, Kerrie

Kerria japonica (L.) DC., yamabuki, Image , ist ein sommergrüner Strauch der Rosengewächse, Rosaceae, mit grünen, kahlen, rutenartigen Zweigen, einfachen, grob gesägten, wechselständigen Blättern und meist eingeschlechtigen und zweihäusig verteilten, gelben Blüten. Der beliebte Zierstrauch ist benannt nach dem englischen Gärtner in Kew und Pflanzensammler William Kerr († 1814), der in China, auf Java und den Philippinen Pflanzen sammelte.

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27. Prunus, Aprikose, Kirsche, Pflaume, Pfirsich, Schlehe, Zwetschge

Mehr als 400 Arten der Gattung Prunus sind in der nördlich gemäßigten Zone, den Anden, in Südbrasilien und Neuguinea verbreitet. Eingie sind wichtige Obstgehölze, andere werden seit langem als Zierpflanzen verwendet. Die Kirschbäume, sakura, Image , mit ihrer Blütenpracht spielen in der japanischen Festtradition eine ganz besondere Rolle. Drei Arten, die Feingesägte oder Japanische Blütenkirsche Kirsche, Prunus serrulata Lindl., die Higankirsche, Prunus subhirtella Miq. und die Tokyo- oder Yoshinokirsche, Prunus x yedoensis Matsum., und ihre Kultursorten sind in Japan und in den gemäßigten Breiten als Ziergehölze außerordentlich beliebt. Unter Prunus serrulata werden heute Prunus jamasakura Sieb., yamaskura, Image , die Bergkirsche und Prunus sargentii Rehd., ôyamaskura, Image , die Kirsche der großen Berge zusammengefasst. Die Herkunft von Prunus x yedoensis, Edokirsche, Tokyokirsche, someiyoshino, Image , ist nicht bekannt. Es wird auch angenommen, dass es sich um eine Kreuzung handelt. Der überreiche Blütenansatz der Tokyokirsche läßt bei Vollblüte die Baumkrone wie eine weiß aufleuchtende Wolke erscheinen. Manchmal haben die Blüten auch einen schwachen rosa Anflug. Yoshinokirsche bedeutet wörtlich „Kirsche des Glücksfeldes“. Dies macht in der Namengebung die Bewunderung der Japaner für Besonderheiten der Kirschblüten deutlich.

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28. Pinus, Kiefer


Der Würzburger Arzt Philipp Franz von Siebold (1796-1866) hat in Diensten der niederländischen Ostasien Handelskompanie viele Jahre in Japan gearbeitet. Während dieser Zeit hat er die japanische Flora intensiv erforscht. Zusammen mit dem Münchner Botaniker Joseph Gerhard Zuccarini (1797-1848) beschrieb er zahlreiche, bis dahin unbekannte Pflanzenarten aus Japan, u.a. auch die Dichtblütige Kiefer, Pinus densiflora Sieb. & Zucc. Der japanische Name beschreibt die rötliche Borke dieser Art als „Rotkiefer“, akamatsu, Image , ähnlich unserer heimischen Waldkiefer, Pinus sylvestris L. Der Name ist zusammengesetzt aus aka, Image , rot und matsu, Image , Kiefer. Von der Mandschurei bis Japan ist Pinus koraiensis Sieb. & Zucc., Koreakiefer, chôsengoyô, Image , verbreitet. Die von Nordost-Sibirien über Kamtschatka bis nach Japan verbreitete Zwergkiefer, Pinus pumila (Pall.) Regel, haimatsu, Image , ist kleinwüchsig bis niederliegend. Sie entspricht in ihrer Wuchsform und ihren ökologischen Anpassungen der europäischen Bergkiefer, Latsche, Pinus mugo Turra. Nur aus Japan ist die Japanische Schwarzkiefer, Pinus thunbergii Parl. (thunbergiana), kuromatsu, Image , bekannt.

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28. Picea, Fichte

Fichten, Picea, sind wichtige immergrüne, einhäusige Nadelbäume der borealen Nadelwald-Klimaxvegetationen. Ihre Zapfen hängen und fallen als Ganze ab. Der Name ist aus dem Lateinischen für Harz, Pech (pix, picis) hergeleitet. Von den etwa 40 Fichtenarten kommen in Japan mehrere vor, darunter

  • Picea glehnii (F.Schmidt) Mast., Hokkaidorotfichte, akaezomatsu, Image
  • Picea jezoensis (Sieb. & Zucc.) Carr., Hokkaidofichte, ezomatsu, Image
  • Picea koyamai Shiras., Koreafichte, yatsugataketôhi, Image
  • Picea polita (Sieb. & Zucc.) Carr., Tigerschwanzfichte, harimomi, Image

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29. Ginkgo, Ginkgobaum


Ginkgo wird in Ostasien als Zierbaum und Medizinalpflanze seit altersher geschätzt und häufig gepflanzt. Die Blätter sind band- bis keilförmig und haben eine Gabelnervatur. Männliche Blüten sind zu Kätzchen zusammengelagert. Samenanlagen werden paarig angelegt und stehen terminal auf gemeinsamen Stiel. Gingko besitzt noch Spermatozoide. Der Name leitet sich von der japanischen Lesung der chinesischen Schriftzeichen für Silberpflaume, Ginkgo biloba, ichônoki, Image , her.

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30. Betula, Birke


Birken sind in der nördlich gemäßigten Zone mit ca. 60 Arten verbreitet. Es sind sommergrüne Bäume oder Sträucher mit einfachen, selten gelappten, wechselständigen Blättern. Zu Birken zählen wichtige Zierbäume, deren Arten häufig sehr schwer zu unterscheiden sind. Einige der japanischen Birken wachsen auch im Botanischen Garten Tübingen:

  • Betula corylifolia Regel & Maxim., Haselbirke, nekoshide, Image
  • Betula ermannii Cham., Goldbirke, dakekanba, Image
  • Betula grossa Sieb. & Zucc., mizume, Image
  • Betula platyphylla Sukatsch. var. japonica (Miq.) Hara, Japanische Weißbirke, shirakaba, Image
  • Betula schmidtii Regel, onoorekanba, Image

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32. Berberis, Berberitze, Sauerdorn


Berberis ist eine artenreiche Gattung in der nördlich gemäßigten Zone, Nord- und Ostafrika und Südamerika. Es sind sommer- oder immergrüne, dornige Sträucher mit gelbem Holz, einfachen, wechselständigen Blättern und gelben, seltener orangen Blüten. Im Gegensatz zu den übrigen Pflanzenteilen sind die roten bis schwarzen Beerenfrüchte nicht giftig. Berberitzen sind weit verbreitete und wichtige Ziersträucher mit vielen, schwer unterscheidbaren Arten und Kulturformen. Mehrere Arten sind in Japan beheimatet, z.B. Berberis thunbergii DC., Thunbergs Berberitze, megi, Image .

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33. Cercidiphyllum, Katsurabaum


Beide Arten der Gattung Katsurabaum, Cercidiphyllum japonicum, Katsurabaum, katsura, Image , und Cercidiphyllum magnificum, Kuchenbaum, hirohakatsura, wörtlich Breitblattkatsura, Image , kommen in Japan vor. Cercidiphyllum ist die einzige Gattung der Familie Katsurabaumgewächse, Cercidiphyllaceae. Blätter sind an Langtrieben elliptisch bis kreisförmig und gegenständig, an Kurztrieben herzförmig und wechselständig. Die kronblattlosen, eingeschlechtigen Blüten sind zweihäusig verteilt. Wegen der interessanten Belaubung und der intensiven Herbstverfärbung ins Gelbe ist der Katsurabaum als Ziergehölz geschätzt. Der Name bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen des Judasohrbaumes, Cercis siliquastrum.

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35. Salix, Weide


Weiden sind mit ca. 500 Arten in der nördlich gemäßigten Zone, in Südamerika und Afrika verbreitet. Es sind sommergrüne Bäume, Sträucher, Zwerg- und Spaliersträucher mit einschuppigen Knospen und einfachen, gestielten Blättern. Die kronblattlosen Blüten stehen in dichten, meist aufrechten Kätzchen und werden durch Insekten bestäubt. Einige Arten und Kultursorten werden als Ziergehölze verwendet und sind weltweit kultiviert. Die Weidengewächse, Salicaceae, sind in der japanischen Flora reich vertreten, z.B. mit

  • Salix babylonica L., Trauerweide, shidareyanagi, Image
  • Salix koriyanagi Kimura, koriyanagi, Image
  • Salix matsudana Koidz., unryûyanagi, Image
  • Salix sachalinensis F.Schmidt, Drachenweide, onoeyanagi, Image

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Weiteres aus Japan im Botanischen Garten Tübingen




Erstellt von meckert. Letzte Änderung: Montag, 08. August 2011 15:48:54 CEST by fherter.