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Impressionen aus dem Botanischer Garten Tübingen: Winterblüten (Teil 2)



Das frühlingshafte Wetter lud am 10. und 13. Januar 2007 zum Besuch im „System“ ein:

Bienen und Fliegen an der überreich blühenden Winterblüte, Chimonanthus praecox Levkojen, Matthiola incana, mit cremefarbenen und roten Blüten, Winterjasmin, Jasminum nudiflorum, mit höselnden Bienen, Phacelia mit Bienenbesuch, Großes Immergrün, Vinca major und Wolfspinne im Sonnenbad. Die Körbchenblütler Gänseblümchen, Bellis perennis und die Ringelblume, Calendula officinalis in ihrem Systemrevier. Der in voller Blüte stehende Winterblütenstrauch, Chimonanthus praecox, im nachmittäglichen Gegenlich.

Chimonanthus praecox Bild: F. Oberwinkler, 13.01.2007, Botanischer Garten Tübingen
Chimonanthus praecox Bild: F. Oberwinkler, 13.01.2007, Botanischer Garten Tübingen

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Eine Honigbiene, Apis mellifica, beim Blütenbesuch an Chimonanthus praecox am 13.1.2007. Bei strahlendem Sonnenschein war der Winterblütenstrauch vom Schwirren und Summen der Bienen und Fliegen nicht zu übersehen und nicht zu überhören.

Honigbiene an Chimonanthus praecox Bild: F. Oberwinkler, 13.01.2007, Botanischer Garten Tübingen
Honigbiene an Chimonanthus praecox Bild: F. Oberwinkler, 13.01.2007, Botanischer Garten Tübingen

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Schwebfliege, Episyrphus sp., beim Nektarsaugen an einer Blüte des Chimonanthus praecox-Strauches im System des Tübinger Gartens.

Schwebfliege an Chimonanthus praecox Bild: F. Oberwinkler, 13.01.2007, Botanischer Garten Tübingen
Schwebfliege an Chimonanthus praecox Bild: F. Oberwinkler, 13.01.2007, Botanischer Garten Tübingen

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Jasminum nudiflorum, Winterjasmin
Im Revier der Ölbaumgewächse, Oleaceae, hängt der Winterjasmin, Jasminum nudiflorum, über die Terrassenböschung herab und entfaltet seine Blütenpracht. Der Winterjasmin ist ein sehr beliebter und bewährter Winterblüher, der in Hausgärten weite Verbreitung gefunden hat.

Jasminum nudiflorum Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen
Jasminum nudiflorum Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen

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Eine Honigbiene sammelt und höselt Pollen am Winterjasmin, Jasminum nudiflorum, der in Nordchina beheimatet ist. Die Blüten der Jasmin-Arten sind gelb oder weiß, haben lange Röhren und flach ausgebreitete Kronzipfel, sie sind stieltellerförmig. Sie entwickeln sich in den Blattachseln oder stehen in endständigen doldenartig aussehenden Teilblütenständen (Trugdolden). Jasmin-Arten haben schwarze Beerenfrüchte.

Bienenbesuch an Jasminum nudiflorum Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen
Bienenbesuch an Jasminum nudiflorum Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen

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Als beste Bienenweide, nicht aber als Winterblüher ist Phacelia tanacetifolia bekannt. Mehr als überraschend, dass die Pflanzen am 10. Januar 2007 im botanischen Garten von ihren Bestäubern besucht wurden. Die Rainfarnblättrige Büschelblume ist in Kalifornien beheimatet. Sie gedeiht besonders gut auf nährstoffreichen Böden wärmerer Lagen der kollinen Stufe. Oft wird sie feldmäßig als Nektarpflanze kultiviert, gelegentlich verwildert sie, ist aber nicht eingebürgert. Hier versucht eine Honigbiene ihr Glück an Phacelia Blütenknospen.

Biene auf Phacelia tanacetifolia Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen
Biene auf Phacelia tanacetifolia Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen

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Vinca major, das Große Immergrün, ist von der Nordost-Türkei bis zum westlichen Kaukasus verbreitet. Es unterscheidet sich von der kleinen Schwester, Vinca minor, durch nahezu doppelt so große Kronen. Vinca-Arten werden oft als Boden deckende Zierpflanzen verwendet. Mehrere Sorten von Vinca major sind hierfür verfügbar.

Wolfspinne, Pardosa sp. bei Vinca major Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen
Wolfspinne, Pardosa sp. bei Vinca major Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen

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Bellis perennis, Gänseblümchen, Maßliebchen
Nicht gepflanzt, aber doch am richtigen Platz im System der Blütenpflanzen: Das Gänseblümchen im Revier der Körbchenblütler, der Asteraceae, auf der obersten Terrasse der Tübinger System-Anlage am Hang vor dem Tropicarium. Es ist nicht überraschend, dass diese Art bei derart mildem Wetter im Januar reichlich blüht. Bellis perennis ist in Europa weit verbreitet und erreicht Syrien und Kleinasien im Osten. Es liebt wechselfeuchte, humose bis lehmige Böden und kommt in Wiesen und Rasen von den Tieflagen bis in die subalpine Stufe vor. In Eurasien gibt es 10 Arten der Gattung Bellis. Es sind zumeist ausdauernde, aber auch einjährige Kräuter mit Basalrosetten und kurzen Ausläufern. Die einzelnen Köpfchen sind gestielt, zierlich bis dekorativ (Name: Lat. bellus - schön), mit weiß bis rosa Strahlenblüten und gelben Röhrenblüten. Als früh blühende Zwergstauden sind sie sehr beliebt und häufig in gefüllten Sorten gepflanzt.

Bellis perennis bei den Asteraceen im System Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen
Bellis perennis bei den Asteraceen im System Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen
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Calendula officinalis, Garten-Ringelblume
Als Arzneipflanze, nicht als Winterblüher ist die Ringelblume bekannt und seit alters her in schwäbischen Bauerngärten kultiviert. Der aus dem Lateinischen abgeleitete Name für calendula bedeutet „kleiner Kalender“ und bezieht sich auf das tägliche Öffnen und Schließen der Körbchenblütenstände.

Calendula officinalis bei den Asteraceen im System Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen
Calendula officinalis bei den Asteraceen im System Bild: F. Oberwinkler, 10.01.2007, Botanischer Garten Tübingen

Ringelblumen, Calendula spp., sind mit etwa 20 Arten von Makaronesien über das Mediterrangebiet bis Westasien verbreitet. Es sind einjährige und ausdauernde Kräuter mit einfachen und wechselständigen Blättern sowie gelb bis orange gefärbten Blüten in endständigen Köpfchen, deren Randblüten zungenförmig und deren Scheibenblüten röhrig ausgebildet sind.


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Erstellt von amaeck. Letzte Änderung: Samstag, 20. Januar 2007 13:44:03 CET by amaeck.