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Urticaceae (Brennesselgewächse)


Familie der Rosales (Rosenartige Gewächse), früher Urticales (Brennesselartige Gewächse), mit etwa 50 Gattungen und ca. 2600 Arten, überwiegend von Kräutern, aber auch von Sträuchern und Bäumen, die weltweit verbreitet sind. Blätter einfach, meist mit Stipeln, gegen- oder wechselständig. Blüten unscheinbar, grünlich, radiär, meist eingeschlechtig und einhäusig verteilt; P4-5; A4-5 jung eingekrümmt und bei Pollenreife zurückschnellend; G1 oberständig mit einer basalen Samenanlage; Nussfrucht. Der aus dem Lateinischen hergeleitete Name (uro - brennen) bezieht sich auf Arten mit Brennhaaren, deren Inhalt (Acetylcholin, Histamin, Serotonin) zu Juckreiz und Vergiftungen führen kann.
Phylogenie: Die Ulmaceae, Cannabaceae, Moraceae und Urticaceae bilden nach molekularen Daten ein Monophylum innerhalb der Rosales. Die Schwestergruppe der Urticaceae sind die Moraceae.
Gesnouinia arborea. Bild: F. Oberwinkler, 26.02.2006, Botanischer Garten Tübingen
Gesnouinia arborea. Bild: F. Oberwinkler, 26.02.2006, Botanischer Garten Tübingen


Traditionelle Untergliederung der Urticaceae


  • Urticeae: mit Brennhaaren: Laportea, Urera, Urtica

ohne Brennhaare:

  • Procrideae: weibliche Blüten mit P3, Schattenpflanzen der Tropenwälder: Elatostema, Pilea
  • Boehmerieae: meist A4-5: Boehmeria, Pouzolzia
  • Parietarieae: Vorblatthüllen häufig: Gesnouinia, Helxine, Parietaria
  • Forskohleeae: A1: Forskohlea


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Erstellt von jlorbe. Letzte Änderung: Dienstag, 16. Januar 2007 17:37:26 CET by foberwinkler.