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Rubiaceae (Krappgewächse, Rötegewächse)


Familie der Gentianales (Enzianartige Gewächse), früher Rubiales (Röteartige Gewächse), mit ca. 650 Gattungen und etwa 11000 Arten von Bäumen, Sträuchern und Kräutern, die insgesamt weltweit verbreitet sind. In den Tropen besonders wichtig durch ihre Holzgewächse. Extratropisch überwiegend krautige Vertreter. Blätter einfach, meist ganzrandig, mit Nebenblättern, gegenständig bis scheinbar quirlig (Interpetiolarstipeln). Blüten meist radiär bis schwach zygomorph, zwittrig, überwiegend 4-5zählig; K oft unscheinbar; C verwachsen: trichter- bis glocken- oder stieltellerartig; A isomer, auf Lücke zu C, mit Kronröhre verwachsen; G meist (2) unterständig, gefächert, oft mit epigynem Diskus. Beere, Kapsel, Spaltfrucht, Steinfrucht. Oft reichblütige und kondensierte Infloreszenzen. Enhalten komplexe Indol- und Isochinolin-Alkaloide. Die Familie enthält wirtschaftlich wichtige Nutzpflanzen (Kaffee, Cinchona) und einige Zierpflanzen. Der Name leitet sich vom Lateinischen (ruber - rot) ab; er bezieht sich auf die rote Wurzel der Färberröte, Rubia tinctoria.
Phylogenie: Die Familie steht den Gentianales s.str. zweifelsohne sehr nahe. Wichtige abweichende Merkmale (Fehlen eines intraxylären Phloems, unterständiger Fruchtknoten) rechtfertigten früher aber eine Abtrennung als eigene Ordnung. Nach molekularen Daten stehen die Rubiaceae als Monophylum an der Basis der Gentianales.
Psychotria bacteriophila. Bild: F. Oberwinkler, 09.12.2005, Botanischer Garten Tübingen
Psychotria bacteriophila. Bild: F. Oberwinkler, 09.12.2005, Botanischer Garten Tübingen



Einige Gattungen der Rubiaceae


Cephalanthus, Galium, Phyllis, Psychotria, Rubia


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Erstellt von jlorbe. Letzte Änderung: Sonntag, 21. Januar 2007 20:39:47 CET by hwang.