Lade...
 
Drucken

Rhamnaceae (Kreuzdorngewächse)


Früher Familie einer eigenen Ordnung Rhamnales (Kreuzdornartige Gewächse), jetzt den Rosales (Rosenartige Gewächse) zugeordnet. Die Familie enthält ca. 50 Gattungen und etwa 900 Arten von Bäumen, Sträuchern und wenigen Lianen, die weltweit verbreitet sind. Die einfachen, mit Nebenblättern ausgestatteten Blätter stehen wechsel- oder gegenständig. Die überwiegend zwittrigen Blüten sind klein, meist K4-5 C4-5 A4-5 G(3); C oft unscheinbar bis fehlend; A epipetal; G syncarp, meist oberständig, selten mittel- bis unterständig, 3-/2-fächerig, pro Fach mit 1 Samenanlage. Diskus zwischen Kelch und Staubblättern (extrastaminal). Insekten- und Selbstbestäubung; Vogelverbreitung. Enthalten Cyclopeptid- und Benzylisochinolin-Alkaloide; einige Arten volksmedizinisch, meist zur Gewinnung von Abführmitteln (Anthraglykoside: Glukofrangulin), genutzt. Mehrere Ziergehölze. Der Name leitet sich von der griechischen Bezeichnung für einen Dornstrauch ab.
Phylogenie: Nach molekularen Daten sind die Rhamnaceae die Schwesterfamilie der Dirachmaceae, mit der sie incl. der Elaeagnaceae und Barbeyaceae, ein Monophylum der Rosales bilden. Diese Gruppe steht in nächster Verwandtschaft zu den Rosaceae und den traditionellen Urticales.
Rhamnus tinctorius. Bild: F. Oberwinkler, 08.01.2005, Botanischer Garten Tübingen
Rhamnus tinctorius. Bild: F. Oberwinkler, 08.01.2005, Botanischer Garten Tübingen


Einige Gattungen der Rhamnaceae


Ceanothus, Colletia, Paliurus, Phylica, Rhamnus, Zizyphus

Rhamnaceae im Arboretum


Im Arboretum sind Arten der Gattungen Ceanothus und Rhamnus angepflanzt.

Image


Diese Seite ist Teil von Rundgängen und weiteren Seiten.
Hier kommen Sie direkt zurück:


Erstellt von ubloss. Letzte Änderung: Mittwoch, 17. Januar 2007 18:23:39 CET by foberwinkler.