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Hydrocharitaceae (Froschbissgewächse)


Familie der Alismatales (Froschlöffelartige Gewächse) mit 18 Gattungen und ca. 100 Arten, untergetaucht wachsender, selten flutender, ausdauernder oder einjähriger Wasserpflanzen, die subkosmopolitisch verbreitet sind, hauptsächlich aber in den Tropen und Subtropen vorkommen. Blätter einfach, scheidig, Blattspreiten lanzettlich bis oval. Blüten von ein- oder zweiblättriger, sitzender oder gestielter Spatha umgeben, meist radiär, selten schwach zygomorph, zwittrig oder eingeschlechtig und dann zweihäusig; P3+3 seltener 2+2, oder nur einkreisig; die äußere Blütenhülle kann kelchartig ausgebildet sein. Staubblätter meist viele, seltener 3-2. Fruchtknoten unterständig, mit 2-15 Karpellen und gleich vielen Griffeln. Meist werden vielsamige Schließfrüchte gebildet. Name aus dem Griechischen abgeleitet (hydor - Wasser, charis - Freude).
Phylogenie: Die Butomaceae sind die Schwestergruppe der Hydrocharitaceae. Diese bilden mit den Alismataceae und Limnocharitaceae ein Monophylum innerhalb der Alismatales. Eine molekularphylogenetisch begründete Untergliederung der Hydrocharitaceae enthält 4 Unterfamilien: Hydrochartoideae (Hydrocharis, Limnobium), Stratiotoideae (nur Stratiotes), Anacharidoideae (Apalanthe, Blyxia, Egeria, Elodea, Ottelia) und Hydrilloideae (Enhalus, Halophila, Hydrilla, Najas, Thalassia, Vallisneria).
Vallisneria spiralis Bild: F. Oberwinkler, 19.03.2003, Botanischer Garten Tübingen
Vallisneria spiralis Bild: F. Oberwinkler, 19.03.2003, Botanischer Garten Tübingen


Traditionelle Untergliederung der Hydrocharitaceae


  • Halophiloideae, nur mit der marinen Gattung Halophila
  • Hydrilloideae, Blüten zwittrig oder eingeschlechtig; Blätter in Wirteln, einnervig: Blyxa, Elodea, Hydrilla, Lagarosiphon
  • Hydrocharitoideae, mit sepaloiden und petaloiden Blütenhüllen, G(6-15): Hydrocharis, Ottelia, Stratiotes
  • Thallassioideae, Rhizompflanzen im Meereswasser, mit eingeschlechtigen Einzelblüten: Thalassia
  • Vallisnerioideae, Blütenhülle doppelt, meist sepaloid und petaloid; G meist (3), seltener (2, 4, 5): Enhalus, Vallisneria


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Erstellt von areye. Letzte Änderung: Mittwoch, 03. Januar 2007 15:01:14 CET by foberwinkler.