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Cycas L., Palmfarn


20 Mada/Ind/Jap/Males/Aus/Poly; palmartige Cycadeen mit unverzweigten Stämmen und terminal schopfig angeordneten Fiederblättern; je Fieder eine dicke Mittelrippe; giftig durch Cycasine; Cycadaceae.
Cycas circinalis im Tropicarium Bild: F. Oberwinkler, 29.04.2005, Botanischer Garten Tübingen
Cycas circinalis im Tropicarium Bild: F. Oberwinkler, 29.04.2005, Botanischer Garten Tübingen


Cycas im Botanischen Garten und im natürlichen Verbreitungsgebiet


Cycas circinalis L. ist die Typusart der Gattung Cycas. Sie ist in Südindien verbreitet. Weibliche Pflanzen tragen an den Stammspitzen gedrängt stehende Fruchtblätter (Megasporophylle). Die Samen liegen frei (Nacktsamer) und voneinander entfernt an den Rändern der Megasporophylle, deren Spitzen steril und schwach lanzenartig verbreitert sind. Der Artnachnahme „circinalis“ nimmt Bezug auf die jung eingerollten Fiederblättchen. An Form und Struktur der Fruchtblätter kann der Artenkomplex C. circinalis-C. rumphii erkannt werden. Eine verschmälerte Mikrosporophyllspitze ist typisch für C. circinalis und einige weitere indische Cycas Arten. Diese Interpretation folgt K. Hill (Cycad Pages). Image Image Image
Cycas revoluta Thunb. st die weltweit am häufigsten kultivierte Art der Gattung. Sie kommt wild nur auf den Riukiu Inseln Südjapans vor. Carl Peter Thunberg (1743-1828), der 1775-1776 auf der Hafeninsel Dejima in Nagasaki lebte, hat diesen Palmfarn 1782 beschrieben. Er ist durch die gekielten Fiederblättchen mit umgebogenen Rändern (Bild 4; Lat. revolutus – eingerollt, umgebogen) eindeutig erkennbar. Staubblätter (Mikrosporophylle) sind zapfenartig zusammengelagert (Bild 5), Fruchtblätter (Megasporophylle) werden am Stamm terminal zu vielen angelegt (Bild 9) und mit der Zeit von nachwachsenden sterilen Blättern übergipfelt (Bild 6). Die Megasporophylle sind auffällig kammförmig gefiedert (Bilder 7, 10) und tragen randlich stehende, freie und pelzig behaarte Samen/Samenanlagen (Bilder 7, 8, 10). Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image
Cycas rumphii Miq. wurde von Friedrich Miquel (1811-71) nach dem deutschen Naturforscher Georg Rumpf (1628-1702) benannt, der in Diensten der Holländisch Ostindischen Handelskompanie bis nach Japan kam. Cycas rumphii zeichnet sich u.a. durch glänzende, sichelförmige Fiederblättchen und bedornte Blattstiele aus. Die in geschlossenen Wäldern vorkommende Art ist in Indonesien und auf Neuguinea verbreitet. Image Image
Cycas siamensis Miq. wurde ebenfalls von Friedrich Miquel (1811-71) beschrieben, verweisend auf die siamesische Heimat (Thailand, Vietnam) der Art, die bevorzugt an sonnigen Stellen offener tropischer Wälder wächst. Charakteristisch für den Palmfarn sind nach K. Hill u.a. die kurzen Stämme mit verdickten bis verbreiterten Basen und die kurz gestielten Blätter. Image
Cycas taitungensis C. F. Shen, K. D. Hill, C. H. Tsou, C. J. Chen wurde erst 1994 aus Südtaiwan beschrieben, wo dieser Palmfarn an Steilhängen in aufgelichteten Gebirgswäldern wächst. Die Art wird von der nächstverwandten Cycas revoluta durch längere Blätter, flachere Fiederblättchen und kopfig gedrängt stehende Megasporophyllstände unterschieden (K. Hill). Die beiden Aufahmen stammen vom natürlichen Standort. Image
Cycas taiwaniana Carruth. ist nicht in Taiwan heimisch sondern in den östlichen Provinzen auf dem chinesischen Festland. Die Art unterscheidet sich habituell von nächstverwandten chinesischen Palmfarnen durch einen ausgeprägten Stamm und einen mächtigen Blattschopf. Image
Cycas thouarsii R.Br. verweist auf den französischen Botaniker Louis-Marie Aubert du Petit-Thouars (1758-1831), der Floren der ehemaligen französischen Kolonien im Indischen Ozean erforschte. Die Art besiedelt mit Madagaskar, den Komoren und eventuell Gebieten der ostafrikanischen Küstenregionen, die westlichen Teile des Gesamtareals der Cycas Arten. Image Image

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Erstellt von jlorbe. Letzte Änderung: Mittwoch, 18. April 2007 10:04:58 CEST by foberwinkler.