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Caprifoliaceae (Geißblattgewächse)


Familie der Dipsacales (Kardenartige Gewächse) mit 5 Gattungen und etwa 220 Arten von Sträuchern, selten Stauden, Lianen und kleinen Bäumen, die subkosmopolitisch verbreitet sind; Schwerpunkt der Verbreitung in der nördlich gemäßigtnen Zone, besonders in Nordamerika und Ostasien. Blätter einfach bis gefiedert, ohne Nebenblätter, gegenständig. Blüten meist 5- (selten 4-)zählig, zwittrig, radiär bis zygomorph; K meist winzig, zahnartig; C verwachsenblättrig, unterschiedlich geformt, mit kurzer oder langer Röhre, 5lappigem bis 2lippigem Kronsaum; A isomer, auf Lücke zu den Kronblattzipfeln, mit Krone verwachsen; G(8-2) unterständig, 1-5fächerig, mit ∞-1 Samenanlagen. Beeren, Kapseln oder Steinfrüchte. Reich an Saponinen. Die Giftigkeit der Früchte ist meist nicht belegt und zweifelhaft. Wichtige Familie für Ziersträucher. Name aus dem Lateinischen abgeleitet (caprifolius - Geißblatt).
Phylogenie: Basierend auf molekularphylogenetischen Befunden hat die Untergliederung der Dipsacales in Monophyla zu einer erheblichen Veränderung der Familienabgrenzungen und Gattungszuordnungen geführt. Die Adoxaceae stehen an der Basis der Ordnung und beinhalten auch Sambucus (früher Sambucaceae) und die artenreiche Gattung Viburnum. Die Diervillaceae mit den Gattungen Diervilla und Weigela, haben eine ostasiatische und ost-nordamerikanische Verbreitung. In den Caprifoliaceae verbleiben nur noch Heptacodium, Leycesteria, Lonicera, Symphoricarpus und Triostemum. Zu den Linnaeaceae werden nach molekularen Daten Abelia, Dipelta, Kolkwitzia, Linnaea und Zabelia zusammengefaßt. Morina ist auch molekular von den Dipsacaceae trennbar und der Vertreter einer eigenen Familie Morinaceae. In den Dipsacaceae sind die Gattungen Cephalaria, Dipsacus, Knautia, Pterocephalus, Scabiosa, Succisa, Succisella und Triplostegia enthalten. Die Valerianaceae bilden das terminale Monophylum der Dipsacales. Sie enhalten u.a. Centranthus, Fedia, Patrinia, Valeriana und Valerianella.
Caprifoliaceae im Arboretum. Bild: F. Oberwinkler, 17.05.2006, Botanischer Garten Tübingen
Caprifoliaceae im Arboretum. Bild: F. Oberwinkler, 17.05.2006, Botanischer Garten Tübingen


Herkömmliche Caprifoliaceae im Arboretum


Im Arboretum sind Arten der Gattungen Abelia, Diervilla, Dipelta, Kolkwitzia, Lonicera, Symphoricarpus und Weigela angepflanzt.

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Erstellt von ubloss. Letzte Änderung: Freitag, 26. Januar 2007 18:27:06 CET by chkyzirakos.